Zielgruppen in der Kinderliteratur

Welche Zielgruppe passt zu meinem Manuskript?

Dies ist eine der am häufigsten gestellten Fragen von Kinder- und Jugendbuchautoren. Denn häufig hat man eine tolle Idee für eine Geschichte, ohne dass man sich vorher Gedanken über die Zielgruppe gemacht hat. Erst auf der Suche nach einem geeigneten Verlag stellt man dann fest, dass man selbst bereits die Zielgruppe vorgeben soll und fragt sich dann: Passt das eher für ein vier- oder fünfjähriges Kind? Spricht die Geschichte eher Jungen oder Mädchen an?

Am besten wäre es natürlich sich vorher Gedanken über die Zielgruppe zu machen und den Text dann inhaltlich und sprachlich auf die Zielgruppe abzustimmen. Wenn der Text aber schon geschrieben ist, können folgende Punkte dabei helfen, ihn einer Zielgruppe zuzuordnen:

Die bevorzugten Themen bei Jungs sind Abenteuer, Spannung, fremde Länder/Welten und Sport. Mädchen begeistern sich seit Generationen für Liebe, Freundschaft, Tiere, Natur und Umwelt. Natürlich lesen auch Mädchen Abenteuerromane und Jungs Liebesgeschichten, es geht hier nur darum, die Kernzielgruppe auszumachen.

Kinder beim Lesen

Einer der wichtigsten Punkte ist das Alter der Zielgruppe. Im hart umkämpften Literaturmarkt ist es sehr wichtig, die Zielgruppe möglichst genau einzugrenzen. Auch wenn hinterher auf dem Buch steht „von 5–12 Jahre“, wurde es vom Lektorat als Vorlesebuch für Fünfjährige konzipiert. Sie sollten das Alter der Zielgruppe schon allein deshalb genau bestimmen, weil das Alter der Protagonisten daraus resultiert. Im Bilderbuchbereich, sollte die Figur mindestens so alt sein wie die Zielgruppe oder ein klein wenig älter. Im Kinder- und Jugendbuchbereich sollte der Protagonist etwa zwei Jahre älter sein als die Zielgruppe, weil Kinder sich stets an Älteren orientieren möchten. Mit einem jüngeren Kind können sie sich nicht identifizieren. Wenn Deine Geschichte einen Protagonisten im Alter von sieben Jahren hat, dann passt der Text also für einen Fünfjährigen. Bei einem Jugendbuch für Zwölfjährige darf der Protagonist auch gerne schon 15 Jahre alt sein.

Abhängig vom Alter der Zielgruppe ist auch der Umfang des Werkes. Siehe dazu meinen Blogbeitrag: Was ist der Unterschied zwischen einem Bilderbuch und einem Kinderbuch?

Was aber tun, wenn die Hauptfigur kein Mensch ist? In diesem Fall bestimmst Du das Alter hauptsächlich durch das Verhalten und den Sprachstil der Protagonisten. Am Besten vergleicht man den Sprachstil des Protagonisten mit dem eines Kindes im entsprechenden Alter. Aber auch Werke anderer Autoren, die ebenfalls Ihre Zielgruppe ansprechen, sind eine gute Vorlage.

Solltest Du Dir nun immer noch unsicher sein, welche Zielgruppe zu Deinem Manuskript passt oder ob der Sprachstil zum Alter des Protagonisten passt, helfe ich Dir gerne mit einem Gutachten weiter!


Wie König Böhnchen …

Seit heute im Handel erhältlich! Eine märchenhafte Geschichte zum Vor- und Mitlesen für Kinder ab 5 Jahren von Gundi Herget (Autorin) und Kerstin Kubalek (Illustratorin) erschienen bei Oetinger34: Wie König Böhnchen die wahrhaft wütende Prinzessin Rikiki fand.

Die Leute im Königreich lachen sich kringelig: Ihr neuer König heißt Böhnchen und ist ganz klitzeklein. Sein Diener Langbein hingegen kann die Kerzen im Kronleuchter ohne Leiter wechseln, so riesig ist er. Dafür ist die Köchin Buletta so kugelrund, dass sie manchmal im Türrahmen stecken bleibt. Was für ein Trio! Als Böhnchen beschließt, um die Hand der winzigen Prinzessin Rikiki anzuhalten, machen sich die drei auf die Reise. Doch Rikiki ist bekannt für ihren Zorn. Ein großes Abenteuer beginnt!

Ein lustiges Vorlesebuch für kleine und große Helden.


Leon Reed: Zack ins Abenteuer

Leon Reed: Zack ins Abenteuer

Endlich ist es soweit! Ab dem 22. August 2016 wird mein erstes Buchprojekt „Leon Reed: Zack ins Abenteuer“ im Handel erhältlich sein. In Zusammenarbeit mit der Autorin Sabine Kruber und der Illustratorin Alexandra Langenbeck ist über Monate hinweg dieses wundervolle Erstlesebuch für Kinder ab 8 Jahren entstanden, das nun bei Oetinger34 erscheinen wird:

Mira kann kaum glauben, wofür ihr großer Bruder Leon Reed sein lang gespartes Geburtstagsgeld ausgibt: Für einen Füller? Er interessiert sich doch überhaupt nicht fürs Lesen und Schreiben! Mira ahnt noch nicht, dass der Füller Leon verzaubert hat. Und was das magische Schreibgerät sonst noch für ein Chaos anrichtet. Plötzlich verschwinden überall Buchstaben. Auf der Suche nach einem Gegenmittel geraten die Geschwister in das geheime Land Fabula – und in große Gefahr. Denn auch in Fabula lässt jemand Buchstaben und Geschichten verschwinden.