Körpersprache – Gesten

Dialog stilisiert

Ein Dialog ist ein nützliches Werkzeug, um eine Beziehung zwischen Deinen Charakteren herzustellen und die emotionale Verbindung zu Deinen Lesern zu vertiefen.

Aber Dialoge sind nur eine Möglichkeit, um zu zeigen, wie Deine Charaktere interagieren. Im echten Leben bestimmen nonverbale Zeichen, also die Körpersprache, 90% unserer Kommunikation. Wenn Du die Körpersprache Deiner Charaktere in den Text einbaust, verleihst Du Deinen Charakteren damit mehr Tiefe und ermöglichst Deinen Lesern ein lebensnahes Erlebnis.

Es gibt unterschiedliche Bestandteile der nonverbalen Kommunikation, und um einen glaubwürdigen und ansprechenden Charakter zu erschaffen, ist es wichtig zu wissen, wie man sie richtig einsetzt.

Schattenbild, Zeige und Mittelfinger formen ein O

Gesten

Die meisten Menschen unterstreichen ihre Aussagen beim Reden mit Gesten, das heißt, sie bewegen dabei bewusst oder unbewusst ihre Hände. Je nach Temperament des Charakters können diese Gesten unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Dabei solltest Du den kulturellen Kontext Deiner Geschichte beachten und auch bedenken, dass die Geschichte bestenfalls auf der ganzen Welt zu kaufen sein wird. Ein Beispiel dafür ist die Tauchergeste für „Okay“, bei der man mit Daumen und Zeigefinger ein „O“ formt. In Italien ist dieses Zeichen jedoch eine schlimme Beleidigung. Deshalb sollte man vorher gut recherchieren und im Zweifelsfall sicherstellen, dass die Bedeutung der Geste aus dem Kontext klar wird.

Abgelehnte Umarmung

Berührungen

Manche Gesten führen zu Berührungen, aber eine Berührung geht weit über eine bloße Geste hinaus, weil dadurch zwei Charaktere körperlich in Verbindung treten. Eine ganze Bandbreite von Emotionen wird durch körperlichen Kontakt ausgedrückt: Liebe, Freundschaft, Fürsorge, aber auch Wut, Zorn und Dominanz. Durch einen freundschaftlichen Stupser oder einen kräftigen Schlag kann sich die Beziehung der Charaktere festigen oder völlig verändern.