Die magische Vier

Druckbogeneinteilung

Der Druckbogen ist die Grundlage für jedes gebundene Buch. Für viele Autoren ist es zunächst verwirrend, dass er mal mit vier, mit acht oder mit 16 Seiten bedruckt wird. Das liegt daran, dass der Druckbogen nach dem Druck mindestens einmal gefaltet wird, aber auch mehrfach gefaltet werden kann.

Im Kleinformat besteht der Druckbogen aus zwei Blättern, im Halbformat aus vier Blättern, also acht Seiten und im Dreierformat aus acht Blättern.

Probieren Sie es aus! Wenn Sie ein Blatt Papier entlang der Mitte falten, erhalten Sie zunächst eine Broschüre mit zwei Blättern/vier Seiten. Falten Sie die Broschüre erneut, sind es vier Blätter/acht Seiten, noch einmal und Sie erhalten acht Blätter/16 Seiten.

Da Bilderbücher auch in Zeiten der Digitalisierung von Eltern bevorzugt als Print-Produkt gekauft werden, ist es wichtig bereits bei der Entstehung des Textes an die Drucklegung zu denken. Hierbei empfiehlt es sich in Achterschritten zu denken, da ein Druckbögen für Bilderbücher mit acht Seiten bedruckt wird.

Ein Bilderbuch hat mindestens 24 und maximal 48 Seiten. Davon entfallen mindestens 6 Seiten auf Vor- und Nachsatz, Impressum und Titelei. Gegebenenfalls benötigt man eine weitere Doppelseite für die Autorenvita. Bei einem Bilderbuch von 48 Seiten bleiben dann nur 40 Seiten für Text und Zeichnung übrig, bei 24 Seiten sogar nur 16.

Gerade bei Bilderbüchern sollte man beim Schreiben die Doppelseite als Einheit im Hinterkopf haben. Denn auch der Illustrator entwirft seine Zeichnungen seitenübergreifend auf die Doppelseite bezogen.

Die Seitenzahlen aller Bücher sind durch 4 teilbar. Je umfangreicher ein Manuskript ist, umso leichter kann der Verlag den Text auf die richtige Anzahl von Seiten verteilen. Bei kurzen Texten hingegen ist es unerlässlich, dass der Autor bei der Seiteneinteilung bereits mitdenkt.